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Leichtathletik WM 1500 m Männer

Ausdauer ist schon viel wichtiger als über 800 Meter

Ab der Distanz von 1.500 Meter sind die Laufbewerbe zu großen Teilen bereits fixe Nahrung für die Athleten und Läufer aus den afrikanischen Ländern geworden. Zwar sind Europäer, Amerikaner oder Läufer aus Asien auch manchmal erfolgreich, aber die Favoriten kommen aus Kenia, Algerien und weiteren afrikanischen Ländern, weil sie von Natur aus besser für die langen Strecken geeignet sind.

Die 1.500 Meter zählen zur Mittelstrecke, unterscheiden sich aber von den 800 Meter schon gewaltig, weil die Ausdauer eine wesentlich größere Rolle spielt. Zwar wird natürlich mit viel Kraft gelaufen, aber vor allem geht es darum, mit möglichst viel Ökonomie ein sehr hohes Tempo über einen langen Zeitraum halten zu können und sich für das Ziel noch Kraft zum Sprinten aufzuheben, sollte dieser notwendig sein. Es gilt, fast komplette vier Stadionrunden zurückzulegen und die Gefahr ist nicht gering, zu schnell anzufangen. Es gibt aber verschiedene Varianten, weil es auch ein sehr taktischer Lauf sein kann und die afrikanischen Teams können auch miteinander oder gegeneinander agieren.

Die Männer laufen die Strecke von 1.500 Meter in der Regel in 3:30 Minuten oder eine Spur langsamer, es gibt aber auch verschiedene Zeiten abhängig von den Rahmenbedingungen, sodass 3:30 bis 3:37 für den Sieger gestoppt wurde, was schon ein erheblicher Unterschied ist. Wind und Taktik können die Zeiten enorm beeinflussen. Die Läufer aus Kenia sind häufig siegreich, Europäer sind schon seltener in der Siegerliste zu finden, es gibt aber hin und wieder Athleten, die sich behaupten können. Gleiches gilt für US-Läufer.

Ergebnis WM 2019 in Doha

Gold Timothy Cheruiyot (Kenia) 3:29,26
Silber Taoufik Makhloufi (Algerien) 3:31,38
Bronze Marcin Lewandowski (Polen) 3:31,46

 

Weltmeister 1.500 Meter Männer

Jahr Zeit Gold Silber Bronze
2019 3:29,26 Timothy Cheruiyot (KEN) Taoufik Makhloufi (ALG) Marcin Lewandowski (POL)
2017 3:33,61 Elijah Motonei Manangoi (KEN) Asebel Kiprop (KEN) Filip Ingebrigtsen (NOR)
2015 3:34,40 Asbel Kiprop (KEN) Elijah Motonei Manangoi (KEN) Abdalaati Iguider (MAR)
2013 3:36,28 Asbel Kiprup (KEN) Matthew Centrowitz (USA) Johann Cronje (RSA)
2011 3:35,69 Asbel Kiprup (KEN) Silas Kiplagat (KEN) Matthew Centroitz (USA)
2009 3:35,93 Yusuf Saad Kamel (BRN) Deresse Mekonnen (FIN) Bernard Lagat (USA)
2007 3:34,77 Bernard Lagat (USA) Rashid Ramzi (BRN) Shadrack Korir (KEN)
2005 3:37,88 Rashid Ramzi (BRN) Adil Kaouch (MAR) Rui Silva (POR)
2003 3:31,77 Hicham El Guerrouj (MAR) Mehdi Baala (FRA) Iwan Heschko (UKR)
2001 3:30,68 Hicham El Guerrouj (MAR) Bernard Lagat (KEN) Driss Maazouzi (FRA)
1999 3:27,65 Hicham El Guerrouj (MAR) Noah Ngeny (KEN) Reyes Estévez (ESP)
1997 3:35,83 Hicham El Guerrouj (MAR) Fermín Cacho (ESP) Reyes Estévez (ESP)
1995 3:33,73 Noureddine Morceli (ALG) Hicham El Guerrouj (MAR) Vénuste Niyongabo (BUR)
1993 3:34,24 Noureddine Morceli (ALG) Fermín Cacho (ESP) Abdi Bile (SOM)
1991 3:32,84 Noureddine Morceli (ALG) Wilfred Kirochi (KEN) Hauke Fuhlbrügge (GER)
1987 3:36,80 Abdi Bile (SOM) José Luis Gonzalez (ESP) Jim Spivey (USA)
1983 3:41,59 Steve Cram (GBR) Steve Scott (USA) Saïd Aouita (MAR)

Lesen Sie auch

Das Programm bei den Männern im Rahmen der Leichtathletik war im Gegensatz zu den Frauen seit jeher bestanden und so gibt es die Disziplinen auch schon seit Beginn der ersten Weltmeisterschaften im Laufen, Springen, Werfen und im Mehrkampf.

Das Laufen ist der größte Bereich und liefert viele Strecken vom kurzen Sprint über 100 Meter bis zur langen Strecke von 10 Kilometer sowie die Bewerbe über die Hürden, im Staffellauf und auch den spektakulären Hindernislauf.

Der Marathonlauf schließt die Laufbewerbe ab, findet aber abseits des Leichtathletikstadions statt und zwar durch eine Strecke durch die Veranstalterstadt. Das ist auch in den langen Gehbewerben so, die über 20 und 50 Kilometer ausgetragen werden.

Im Springen gibt es vier Bewerbe, die jeder für sich anders abläuft. Zwar gibt es eine finale Technik beim Hochsprung und beim Stabhochsprung, aber trotzdem ist der Ablauf ein völlig unterschiedliche. Genauso kann man Weitsprung und Dreisprung nicht wirklich vergleichen.

Auch im dritten Bereich des Werfes gibt es vier Bewerbe, die jeder eine andere Technik erfordern. Im Kugelstoßen agiert man ganz anders als im Diskuswurf oder im Hammerwurf. Wieder ganz anders läuft es im Speerwurf ab.

Der Mehrkampf der Männer vereint die drei Bereiche zu einer Königsdisziplin, die aus zehn Herausforderungen besteht und deshalb ist ein Sieger des Zehnkampfes auch als König der Leichtathletik zu bezeichnen.

WM Zehnkampf Männer

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Artikel-Infos

Leichtathletik WM 1500 m MännerArtikel-Thema:
Leichtathletik WM 1500 m Männer
letztes Datum:
19. 10. 2020

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