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Leichtathletik WM 10000 m Männer

Das lange Langstreckenrennen im Stadion

Die Distanz über die Langstrecke von 10.000 Meter ist immer mehr zu einer Domäne der afrikanischen Athleten geworden. Die Erfolge der europäischen Läufer sind zwar nicht restlos ausgeschlossen, aber manche Finalläufe beinhalten tatsächlich nur noch Läufer aus Kenia, Marokko, Äthiopien und weiteren afrikanischen Ländern. Wenn dann eine andere Nation den Sieger stellt, ist das fast schon eine Überraschung, die dem Laufsport in der Langstrecke aber sehr gut tut. Aber das muss nicht immer so sein, wie der Brite Mohamed Farah demonstriert hatte.

Der Bewerb über 10.000 Meter ist die längste Laufstrecke, die es innerhalb des Stadions gibt. Viele Runden sind zu absolvieren, ehe man das Ziel erreichen kann und so besteht die Aufgabe darin, ein gutes Grundtempo zu finden, das man bis zum Ziel aufrecht erhalten kann. Das hängt aber auch von der Konkurrenz ab und damit auch davon, wie sich die starken afrikanischen Nationen wie vor allem Äthiopien und Kenia verhalten und ob man mithalten kann.

Die Männer spulen die 10 Kilometer auf der Laufbahn in 27 Minuten ab, mal etwas kürzer, mal etwas länger, abhängig von den Bedingungen und vor allem von der Art und Weise, wie sich das Teilnehmerfeld präsentiert und was für eine Taktik an den Tag gelegt wird. Es gibt Rennen, in denen von der ersten Runde an eine Ausscheidung stattfindet und andere, in denen erst ab der Hälfte der Strecke das Tempo angezogen wird. Mohamed Farah gelang es, dreimal in Folge den WM-Titel zu holen, Kenenisa Bekele aus Äthiopien schaffte dies sogar viermal.

Ergebnis WM 2019 in Doha

Gold Joshua Cheptegei (Uganda) 26:48,36
Silber Yomif Kejelcha (Äthiopien) 26:49,34
Bronze Rhonex Kipruto (Kenia) 26:50,32

 

Weltmeister 10.000 Meter Männer

Jahr Zeit Gold Silber Bronze
2019 26:48,36 Joshua Cheptegei (UGA) Yomif Kejelcha (ETH) Rhonex Kipruto (KEN)
2017 26:49,53 Mohamed Farah (GBR) Joshua Cheptegei (UGA) Paul Tanui (KEN)
2015 27:01,13 Mohamed Farah (GBR) Geoffrey Kamworer (KEN) Paul Tanui (KEN)
2013 27:21,71 Mohamed Farah (GBR) Ibrahim Jeilan (ETH) Paul Tanui (KEN)
2011 27:13,81 Ibrahim Jeilan (ETH) Mohamed Farah (GBR) Imane Merga (ETH)
2009 26:46,31 Kenenisa Bekele (ETH) Zersenay Tadese (ERI) Moses Ndiema Masai (KEN)
2007 27:05,80 Kenenisa Bekele (ETH) Sileshi Sihine (ETH) Martin Mathathi (KEN)
2005 27:08,33 Kenenisa Bekele (ETH) Sileshi Sihine (ETH) Moses Mosop (KEN)
2003 26:49,57 Kenenisa Bekele (ETH) Haile Gebrselassie (ETH) Sileshi Sihine (ETH)
2001 27:53,25 Charles Kamathi (KEN) Assefa Mezgebu (ETH) Haile Gebrselassie (ETH)
1999 27:57,27 Haile Gebrselassie (ETH) Paul Tergat (KEN) Assefa Mezgebu (ETH)
1997 27:24,58 Haile Gebrselassie (ETH) Paul Tergat (KEN) Salah Hissou (MAR)
1995 27:12,95 Haile Gebrselassie (ETH) Khalid Skah (MAR) Shem Kororia (KEN)
1993 27:46,02 Haile Gebrselassie (ETH) Moses Tanui (KEN) Richard Chelimo (KEN)
1991 27:38,74 Moses Tanui (KEN) Richard Chelimo (KEN) Khalid Skah (MAR)
1987 27:38,63 Paul Kipkoech (KEN) Francesco Panetta (ITA) Hansjörg Kunze (DDR)
1983 28:01,04 Alberto Cova (ITA) Werner Schildhauer (DDR) Hansjörg Kunze (DDR)

Lesen Sie auch

Das Programm bei den Männern im Rahmen der Leichtathletik war im Gegensatz zu den Frauen seit jeher bestanden und so gibt es die Disziplinen auch schon seit Beginn der ersten Weltmeisterschaften im Laufen, Springen, Werfen und im Mehrkampf.

Das Laufen ist der größte Bereich und liefert viele Strecken vom kurzen Sprint über 100 Meter bis zur langen Strecke von 10 Kilometer sowie die Bewerbe über die Hürden, im Staffellauf und auch den spektakulären Hindernislauf.

Der Marathonlauf schließt die Laufbewerbe ab, findet aber abseits des Leichtathletikstadions statt und zwar durch eine Strecke durch die Veranstalterstadt. Das ist auch in den langen Gehbewerben so, die über 20 und 50 Kilometer ausgetragen werden.

Im Springen gibt es vier Bewerbe, die jeder für sich anders abläuft. Zwar gibt es eine finale Technik beim Hochsprung und beim Stabhochsprung, aber trotzdem ist der Ablauf ein völlig unterschiedliche. Genauso kann man Weitsprung und Dreisprung nicht wirklich vergleichen.

Auch im dritten Bereich des Werfes gibt es vier Bewerbe, die jeder eine andere Technik erfordern. Im Kugelstoßen agiert man ganz anders als im Diskuswurf oder im Hammerwurf. Wieder ganz anders läuft es im Speerwurf ab.

Der Mehrkampf der Männer vereint die drei Bereiche zu einer Königsdisziplin, die aus zehn Herausforderungen besteht und deshalb ist ein Sieger des Zehnkampfes auch als König der Leichtathletik zu bezeichnen.

WM Zehnkampf Männer

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Leichtathletik WM 10000 m MännerArtikel-Thema:
Leichtathletik WM 10000 m Männer
letztes Datum:
19. 10. 2020

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