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Leichtathletik EM Weitsprung Frauen

Schneller Anlauf und präziser Absprung nötig

Auch der Weitsprungbewerb war bereits Teil des Programms der Leichtathletik-Europameisterschaft 1938, als die Frauen erstmals teilnehmen konnten. Heike Drechsler sprang nicht nur für die DDR und für Gesamtdeutschland, sie schaffte es auch viermal in Folge die Goldmedaille zu holen.

Die Aufgabe im Weitsprung besteht aus vor allem zwei wichtigen Teilen. Der erste Teil ist der schnelle Anlauf, um mit Höchstgeschwindigkeit den Sprung durchführen zu können. Der zweite Teil ist der Absprung, wobei der Absprungbalken das Kriterium ist. Übertritt man nämlich, dann ist der Sprung ungültig, springt man zu früh ab, wird man keine gute Weite erreichen können. Die Kombination aus beidem macht den Bewerb so schwierig, weil man zwar besonders schnell sein muss, aber trotzdem den Balken treffen muss.

Die Frauen springen bei der Europameisterschaft knapp unter sieben Meter, manchmal fehlen nur ein paar Zentimeter auf die Marke, manchmal reicht schon eine geringere Weite für den EM-Titel. In den letzten Jahren haben ich wohl Expertinnen gezeigt wie die Serbin Ivana Spanovic, aber in der Regel gibt es viele Springerinnen aus unterschiedlichen Nationen, die für einen Medaillengewinn in Frage kommen können.

Ergebnis EM 2018 in Berlin

Gold Malaika Mihambo (Deutschland) 6,75 m
Silber Maryna Bekh (Ukraine) 6,73 m
Bronze Shara Proctor (Großbritannien) 6,70 m

 

Europameisterinnen und Medaillengewinnerinnen im Weitsprung

Jahr Weite Gold Silber Bronze
2018 6,75 m Malaika Mihambo (GER) Maryna Bekh (UKR) Shara Poctor (GBR)
2016 6,94 m Ivana Spanovic (SRB) Jazmin Sawyers (GBR) Malaika Mihambo (GER)
2014 6,85 m Eloyse Lesueur (FRA) Ivana Spanovic (SRB) Darya Klishina (RUS)
2012 6,81 m Eloyse Lesueur (FRA) Wolha Sudarava (BLR) Margrethe Renström (NOR)
2010 6,92 m Ineta Radevica (LAT) Naide Gomes (POR) Olga Kutscherenko (RUS)
2006 6,93 m Ljudmila Koltschanowa (RUS) Naide Gomes (POR) Oxana Udmurtowa (RUS)
2002 6,85 m Tatjana Kotowa (RUS) Jade Johnson (GBR) Tünde Vaszi (HUN)
1998 7,16 m Heike Drechsler (GER) Fiona May (ITA) Ljudmila Galkina (RUS)
1994 7,14 m Heike Drechsler (GER) Inessa Krawez (UKR) Fiona May (ITA)
1990 7,30 m Heike Drechsler (DDR) Marieta Ilcu (ROU) Helga Radtke (DDR)
1986 7,27 m Heike Drechsler (DDR) Galina Tschistjakowa (URS) Helga Radtke (DDR)
1982 6,79 m Vali Ionescu (ROU) AniÅŸoara Cusmir (ROU) Jelena Iwanowa (URS)
1978 6,88 m Vilma Bardauskien— (URS) Angela Voigt (DDR) Jarmila Nygrýnova (TCH)
1974 6,65 m Ilona Bruzsenyak (HUN) Eva Suranova (TCH) Pirkko Helenius (FIN)
1971 6,76 Ingrid Mickler-Becker (BRD) Meta Antenen (SUI) Heide Rosendahl (BRD)
1969 6,49 m Miroslawa Sarna (POL) Viorica Viscopoleanu (ROU) Berit Berthelsen (NOR)
1966 6,55 m Irena Kirszenstein (POL) Diana Jorgowa (BUL) Helga Hoffmann (DDR)
1962 6,36 m Tatjana Schtschelkanowa (URS) Elzbieta Krzesinska (POL) Mary Rand (GBR)
1958 6,14 m Liesel Jakobi (GER) Walentina Litujewa (URS) Nina Protschenko (URS)
1954 6,04 m Jean Desforges (GBR) Alexandra Tschudina (URS) Elzbieta Dunska (POL)
1950 5,82 m Walentina Bogdanowa (URS) Wilhelmina Lust (NED) Maire Österdahl (FIN)
1946 5,67 m Gerda van der Kade-Koudijs (NED) Lidja Gailis (URS) Valentina Wassiljewa (URS)
1938 5,88 m Irmgard Praetz (GER) Stanisl‚awa Walasiewicz (POL) Gisela Voß (GER)

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Das Programm der Frauen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft hat sich stark erweitert, weil Zug um Zug Bewerbe dazugekommen sind, die bei den Männern schon seit langer Zeit oder überhaupt seit den ersten Veranstaltungen im Programm waren. Beispiele sind etwa die 50 Kilometer im Gehen oder die 10.000 Meter im Laufen sowie  der Hindernislauf.

Der größte Bereiche bei den Bewerben ist natürlich mit dem Laufen im Stadion abgespult. Die 100 Meter Sprint sind auch bei den Frauen ein wichtiger Bewerb, werden aber nicht so sehr medial beachtet wie jene bei den Männern - wohl deshalb, weil diese noch schneller laufen können und Rekorde für die Menschheit möglich sind. Aber es laufen die Frauen auch das volle Programm von den 100 Meter bis zu den 10 Kilometer inklusive Staffel und Hürden.

Abseits des Stadions gibt es noch weitere Bewerbe. Zum einen findet der Abschluss der Laufbewerbe mit dem Marathon statt, der quer durch die Veranstalterstadt organisiert wird. Die zwei anderen Bewerbe abseits des Stadions sind im Gehen gegeben, denn 20 oder gar 50 Kilometer in der Halle zu gehen macht wenig Sinn.

Ein weiterer Bereich bei der Leichtathletik und damit auch bei der Europameisterschaft ist der Sprungbewerb. Der Stabhochsprung kam bei den Frauen auch später erst dazu, auch der Dreisprung war nicht sofort im Programm. Dazu gibt es den Weitsprung und den Hochsprung als Herausforderungen.

Das Werfen ist das dritte Standbein mit sehr unterschiedlichem Gerät. Beim Kugelstoßen braucht es eine andere Technik und Kraft als beim Diskuswurf und der unterscheidet sich wiederum vom Hammerwurf. Ganz anders läuft es beim Speerwurf ab, um eine gute Weite erzielen zu können.

Den Abschluss und auch den Höhepunkt bildet der Mehrkampf in Form vom Siebenkampf der Frauen. Hier unterscheidet man sich noch von den Männern, die zehn Disziplinen bestreiten, aber auch der Siebenkampf ist mit der Kombination aus Laufen, Springen und Werfen nicht leicht zu gewinnen.

EM Siebenkampf Frauen

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Leichtathletik EM Weitsprung FrauenArtikel-Thema:
Leichtathletik EM Weitsprung Frauen
Beschreibung: Liste der Europameister bei der Leichtathletik EM im Weitsprung der Frauen, bei dem durch einen schnellen Anlauf und einen präzisen Absprung eine große Weite erreicht werden soll.

letztes Datum:
18. 10. 2020

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