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Leichtathletik EM Speerwurf Männer

Gestoppter Anlauf sorgt für die große Weite des Speers

Der Speerwurf ist eigentlich eine historische Angelegenheit der Menschen, denn so hat man vor sehr langer Zeit die Tiere gejagt, um etwas zum Essen zu haben. Aus dieser Notwendigkeit wurde eine spannende Sportart der modernen Leichtathletik.

Die Herausforderung besteht darin, dass man den Speer über der Schulter wurfbereit hält und den Anlauf in Angriff nimmt, um kurz vor der Abwurflinie zu stoppen mit dem Ziel, den Speer möglichst weit zu werfen. Da man vorher Geschwindigkeit aufgenommen hat und dann plötzlich stoppt, nutzt man das Spiel der Kräfte und der Speer wird durch diese Dynamik inklusive dem eigenen Krafteinsatz nach vorne auf die Reise geschickt. Ein Kriterium ist dabei der Winkel, wie der Speer weiterfliegt. Bei zu steilem Winkel verliert er schnell an Fahrt und man verliert so auch Weite. Bei zu flachem Winkel fehlt die Höhe - es braucht den optimalen Winkel und natürlich einen kraftvollen Abwurf.

Die Männer erreichen im Speerwurf bei der Europameisterschaft Weiten knapp unter 90 Meter, wobei die Abstände innerhalb der Medaillenränge knapper oder doch deutlicher ausfallen können. 2018 gab es etwa zwischen dem Sieger Röhler aus Deutschland und dem Drittplatzierten Kirt aus Estland gleich vier Meter Unterschied. Generell sind die Athleten aus Finnland und Tschechien sehr stark, auch jene aus Deutschland, Estland und Norwegen.

Ergebnis EM 2018 in Berlin

Gold Thomas Röhler (Deutschland) 89,47 m
Silber Andreas Hofmann (Deutschland) 87,60 m
Bronze Magnus Kirt (Estland) 85,96 m

 

Europameister Speerwurf Männer

Jahr Weite Gold Silber Bronze
2018 89,47 m Thomas Röhler (GER) Andreas Hofmann (GER) Magnus Kirt (EST)
2016 86,66 m Zigismunds Sirmais (LAT) Vitezslav Vesely (CZE) Antti Ruuskanen (FIN)
2014 88,01 m Antti Ruuskanen (FIN) Vitezslav Vesely (CZE) Tero Pitkämäki (FIN)
2012 83,72 m Vitezslav Vesely (CZE) Valeri Iordan (RUS) Ari Mannio (FIN)
2010 88,37 m Andreas Thorkildsen (NOR) Matthias de Zordo (GER) Tero Pitkämäki (FIN)
2006 88,78 m Andreas Thorkildsen (NOR) Tero Pitkämäki (FIN) Jan Zelezny (CZE)
2002 88,54 m Steve Backley (GBR) Sergei Makarow (RUS) Boris Henry (GER)
1998 89,72 m Steve Backley (GBR) Mick Hill (GBR) Raymond Hecht (GER)
1994 85,20 m Steve Backley (GBR) Seppo Räty (FIN) Jan Zelezny (CZE)
1990 87,30 m Steve Backley (GBR) Viktor Saizew (URS) Patrik Boden (SWE)
1986 84,76 m Klaus Tafelmeier (BRD) Detlef Michel (DDR) Wiktor Jewsjukow (URS)
1982 91,34 m Uwe Hohn (DDR) Heino Puuste (URS) Detlef Michel (DDR)
1978 89,12 m Michael Wessing (BRD) Nikolai Grebnew (URS) Wolfgang Hanisch (DDR)
1974 89,58 m Hannu Siitonen (FIN) Wolfgang Hanisch (DDR) Terje Thorslund (NOR)
1971 90,68 m Janis Lusis (URS) Jänis Doni†š (URS) Wolfgang Hanisch (DDR)
1969 91,52 m Janis Lusis (URS) Pauli Nevala (FIN) Janusz Sidlo (POL)
1966 84,48 m Janis Lusis (URS) Wl‚adysl‚aw Nikiciuk (POL) Gergely Kulcsár (HUN)
1962 82,04 m Janis Lusis (URS) Wiktor Zybulenko (URS) Wl‚adysl‚aw Nikiciuk (POL)
1958 80,18 m Janusz Sidl‚o (POL) Egil Danielsen (NOR) Gergely Kulcsár (HUN)
1954 76,35 m Janusz Sidlo (POL) Wladimir Kusnezow (URS) Soini Nikkinen (FIN)
1950 71,26 m Toivo Hyytiäinen (FIN) Per-Arne Berglund (SWE) Ragnar Ericzon (SWE)
1946 68,74 m Lennart Atterwall (SWE) Yrjö Nikkanen (FIN) Tapio Rautavaara (FIN)
1938 76,87 m Matti Järvinen (FIN) Yrjö Nikkanen (FIN) József Várszegi (HUN)
1934 76,66 m Matti Järvinen (FIN) Matti Sippala (FIN) Gustav Sule (EST)

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Leichtathletik EM Speerwurf MännerArtikel-Thema:
Leichtathletik EM Speerwurf Männer
letztes Datum:
01. 08. 2019

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