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Leichtathletik EM Speerwurf Frauen

Weitenjagd mit dem Speer

Die Disziplin Speerwurf wurde bei den Frauen ab dem ersten Auftreten bei Leichtathletik-Europameisterschaften durchgeführt und entwickelte sich zu einem spannenden Bewerb mit großer internationaler Dichte.

Beim Speerwurf besteht die Aufgabe darin, dass man den Speer in einer bestimmten Haltung über Schulterhöhe vorbereitet und einen Anlauf mit mehreren Schritten durchführt, um vor der Abwurflinie zu stoppen und mit der so entstandenen Dynamik den Speer nach vorne zu werfen. Ein Kriterium ist dabei der Wurfwinkel, denn ein steiler Winkel bremst den Speer und dann ist die Weite geringer, bei einem zu flachen Winkel fehlt die Höhe.

Die Frauen werfen den Speer bei der Europameisterschaft in einem Bereich von 65 bis 70 Meter Weite, wobei es zum Teil sehr klare Siege geben kann, zum Teil sind die Ergebnisse aber auch knapper. Sehr erfolgreich agieren die Teilnehmerinnen aus Deutschland, aber es gibt noch weitere erfolgreiche Nationen von Tschechien bis Litauen, von Kroatien bis Serbien oder Finnland.

Ergebnis EM 2018 in Berlin

Gold Christin Hussong (Deutschland) 67,90 m
Silber Nikola Ogrodnikova (Tschechien) 61,85 m
Bronze Liveta Jasiunaite (Litauen) 61,59 m

 

Europameister Speerwurf Frauen

Jahr Weite Gold Silber Bronze
2018 67,90 m Christin Hussong (GER) Nikola Ogrodnikova (CZE) Liveta Jasiunaite (LTU)
2016 66,34 m Tatsiana Khaladovich (BLR) Linda Stahl (GER) Sara Kolak (CRO)
2014 64,41 m Barbora Spotakova (CZE) Tatjana Jelaca (SRB) Linda Stahl (GER)
2012 66,86 m Wira Rebryk (UKR) Christina Obergföll (GER) Linda Stahl (GER)
2010 66,81 m Linda Stahl (GER) Christina Obergföll (GER) Barbora Spotakova (CZE)
2006 65,82 m Steffi Nerius (GER) Barbora Spotakova (CZE) Mercedes Chilla (ESP)
2002 67,47 m Mirela Maniani (GRE) Steffi Nerius (GER) Mikaela Ingberg (FIN)
1998 69,10 m Tanja Damaske (GER) Tatjana Schikolenko (RUS) Mikaela Ingberg (FIN)
1994 68,00 m Trine Hattestad (NOR) Karen Forkel (GER) Felicia Tilea (ROU)
1990 67,68 m Päivi Alafrantti (FIN) Karen Forkel (DDR) Petra Felke (DDR)
1986 76,32 m Fatima Whitbread (GBR) Petra Felke (DDR) Beate Peters (BRD)
1982 70,02 m Anna Verouli (GRE) Antje Kempe (DDR) Sofia Sakorafa (GRE)
1978 69,16 m Ruth Fuchs (DDR) Teresa Sanderson (GBR) Ute Hommola (DDR)
1974 67,22 m Ruth Fuchs (DDR) Jacqueline Todten (DDR) Natasa Urbancic (YUG)
1971 61,00 m Daniela Jaworska (POL) Ameli Koloska (BRD) Ruth Fuchs (DDR)
1969 59,76 m Angela Ranky (HUN) Magda Vidos (HUN) Valentina Ewert (URS)
1966 58,74 m Marion Lüttge (DDR) Mihaela Penes (ROU) Walentina Popowa (URS)
1962 54,93 m Elvra Ozoliņa (URS) Maria Diaconescu (ROU) Alewtina Schastitko (URS)
1958 56,02 m Dana Zatopkova (TCH) Birute Zalogaityte (URS) Jutta Neumann (GER)
1954 52,91 m Dana Zatopkova (TCH) Virve Roolaid (URS) Nadeschda Konjajewa (URS)
1950 47,55 m Natalja Smirnizkaja (URS) Herma Bauma (AUT) Galina Sybina (URS)
1946 46,25 m Klawdija Majutschaja (URS) Ludmila Anokina (URS) Johanna Koning (NED)
1938 45,58 m Lisa Gelius (GER) Susanne Pastoors (GER) Luise Krüger (GER)

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Das Programm der Frauen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft hat sich stark erweitert, weil Zug um Zug Bewerbe dazugekommen sind, die bei den Männern schon seit langer Zeit oder überhaupt seit den ersten Veranstaltungen im Programm waren. Beispiele sind etwa die 50 Kilometer im Gehen oder die 10.000 Meter im Laufen sowie  der Hindernislauf.

Der größte Bereiche bei den Bewerben ist natürlich mit dem Laufen im Stadion abgespult. Die 100 Meter Sprint sind auch bei den Frauen ein wichtiger Bewerb, werden aber nicht so sehr medial beachtet wie jene bei den Männern - wohl deshalb, weil diese noch schneller laufen können und Rekorde für die Menschheit möglich sind. Aber es laufen die Frauen auch das volle Programm von den 100 Meter bis zu den 10 Kilometer inklusive Staffel und Hürden.

Abseits des Stadions gibt es noch weitere Bewerbe. Zum einen findet der Abschluss der Laufbewerbe mit dem Marathon statt, der quer durch die Veranstalterstadt organisiert wird. Die zwei anderen Bewerbe abseits des Stadions sind im Gehen gegeben, denn 20 oder gar 50 Kilometer in der Halle zu gehen macht wenig Sinn.

Ein weiterer Bereich bei der Leichtathletik und damit auch bei der Europameisterschaft ist der Sprungbewerb. Der Stabhochsprung kam bei den Frauen auch später erst dazu, auch der Dreisprung war nicht sofort im Programm. Dazu gibt es den Weitsprung und den Hochsprung als Herausforderungen.

Das Werfen ist das dritte Standbein mit sehr unterschiedlichem Gerät. Beim Kugelstoßen braucht es eine andere Technik und Kraft als beim Diskuswurf und der unterscheidet sich wiederum vom Hammerwurf. Ganz anders läuft es beim Speerwurf ab, um eine gute Weite erzielen zu können.

Den Abschluss und auch den Höhepunkt bildet der Mehrkampf in Form vom Siebenkampf der Frauen. Hier unterscheidet man sich noch von den Männern, die zehn Disziplinen bestreiten, aber auch der Siebenkampf ist mit der Kombination aus Laufen, Springen und Werfen nicht leicht zu gewinnen.

EM Siebenkampf Frauen

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Leichtathletik EM Speerwurf FrauenArtikel-Thema:
Leichtathletik EM Speerwurf Frauen
Beschreibung: Liste der Europameister bei der Leichtathletik EM im Speerwurf der Frauen, bei dem der Speer möglichst weit geworfen wird.

letztes Datum:
18. 10. 2020

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