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Leichtathletik EM Kugelstoßen Frauen

Großer Krafteinsatz für eine große Weite

Das Kugelstoßen ist ebenfalls eine Disziplin, die die Frauen von der ersten Leichtathletik-Europameisterschaft 1938 an durchgeführt haben. Bei diesem Bewerb gibt es sehr enge Wettkämpfe, aber naturbedingt keine weitere Entwicklung bei der Leistung.

Die Aufgabe besteht darin, dass man die Kugel mit Kopf und Schulter in hoher Position vorbereitet, um durch Drehbewegungen im Abwurfkreis Dynamik zu schaffen und mit Wucht und sehr viel Krafteinsatz nach vorne zu stoßen. Die Technik ist zweifelsohne hilfreich, aber der Krafteinsatz ist viel höher als etwa beim Speerwurf oder den anderen Wurfarten in der Leichtathletik.

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Die Frauen erreichen beim Kugelstoßen im Rahmen der Europameisterschaft eine Weite um die 19 bis 20 Meter, was sie schon seit Jahrzehnten können. Naturgemäß ist eine Grenze nach oben gegeben und so gibt es sehr spannende Bewerbe, bei denen oft nur wenige Zentimeter Unterschied über die Medaillen entscheiden, aber neue Höhenflüge sind uch weiterhin nicht zu erwarten. Im Kugelstoßen gelingen immer wieder Titelverteidigungen, zuletzt durch die Deutsche Christina Schwanitz. Neben den deutschen Athletinnen sind auch jene aus Weißrussland, Polen oder Russland zu nennen, Anita Marton aus Ungarn ist auch immer für eine Medaille gut.

Ergebnis EM 2018 in Berlin

Gold Paulina Guba (Polen) 19,33 m
Silber Christina Schwanitz (Deutschland) 19,19 m
Bronze Aliona Dubitskaya (Weißrussland) 18,81 m

 

Europameister Kugelstoßen Frauen

Jahr Weite Gold Silber Bronze
2018 19,33 m Paulina Guba (POL) Christina Schwanitz (GER) Aliona Dubitskaya (BLR)
2016 20,17 m Christina Schwanitz (GER) Anita Marton (HUN) Emel Dereli (TUR)
2014 19,90 m Christina Schwanitz (GER) Jevgenia Kolodko (RUS) Anita Marton (HUN)
2012 19,18 m Nadine Kleinert (GER) Irina Tarasova (RUS) Chiara Rosa (ITA)
2010 20,48 m Nadseja Astaptschuk (BLR) Natalja Michnevitch (BLR) Anna Awdejeva (RUS)
2006 19,43 m Natallja Charaneka (BLR) Nadseja Astaptschuk (BLR) Petra Lammert (GER)
2002 20,64 m Irina Korschanenko (RUS) Wita Pawlysch (UKR) Swetlana Kriweljowa (RUS)
1998 21,69 m Wita Pawlysch (UKR) Irina Korschanenko (RUS) Janina Karoltschyk (BLR)
1994 19,61 m Wita Pawlysch (UKR) Astrid Kumbernuss (GER) Swetla Mitkowa (BUL)
1990 20,38 m Astrid Kumbernuss (DDR) Natalja Lissowskaja (URS) Kathrin Neimke (DDR)
1986 21,10 m Heidi Krieger (DDR) Ines Müller (DDR) Natalja Achrimenko (URS)
1982 21,59 m Ilona Slupianek (DDR) Helena Fibingerova (TCH) Nunu Abaschidse (URS)
1978 21,41 m Ilona Slupianek (DDR) Helena Fibingerova (TCH) Margitta Droese (DDR)
1974 20,78 m Nadeschda Tschischowa (URS) Marianne Adam (DDR) Helena Fibingerova (TCH)
1971 20,16 m Nadeschda Tschischowa (URS) Marita Lange (DDR) Margitta Gummel (DDR)
1969 20,43 m Nadeschda Tschischowa (URS) Margitta Gummel (DDR) Marita Lange (DDR)
1966 17,22 m Nadeschda Tschischowa (URS) Margitta Gummel (DDR) Marita Lange (DDR)
1962 18,55 m Tamara Press (URS) Renate Garisch (GER) Galina Sybina (URS)
1958 15,74 m Marianne Werner (GER) Tamara Tyschkewitsch (URS) Tamara Press (URS)
1954 15,65 m Galina Sybina (URS) Maria Kusnezowa (URS) Tamara Tyschkewitsch (URS)
1950 14,32 m Anna Andrejewa (URS) Klawdija Totschenowa (URS) Micheline Ostermeyer (FRA)
1946 14,16 m Tatjana Sewrjukowa (URS) Micheline Ostermeyer (FRA) Amelia Piccinini (ITA)
1938 13,29 m Hermine Schröder (GER) Gisela Mauermayer (GER) Wanda Flakowicz (POL)

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Das Programm der Frauen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft hat sich stark erweitert, weil Zug um Zug Bewerbe dazugekommen sind, die bei den Männern schon seit langer Zeit oder überhaupt seit den ersten Veranstaltungen im Programm waren. Beispiele sind etwa die 50 Kilometer im Gehen oder die 10.000 Meter im Laufen sowie  der Hindernislauf.

Der größte Bereiche bei den Bewerben ist natürlich mit dem Laufen im Stadion abgespult. Die 100 Meter Sprint sind auch bei den Frauen ein wichtiger Bewerb, werden aber nicht so sehr medial beachtet wie jene bei den Männern - wohl deshalb, weil diese noch schneller laufen können und Rekorde für die Menschheit möglich sind. Aber es laufen die Frauen auch das volle Programm von den 100 Meter bis zu den 10 Kilometer inklusive Staffel und Hürden.

Abseits des Stadions gibt es noch weitere Bewerbe. Zum einen findet der Abschluss der Laufbewerbe mit dem Marathon statt, der quer durch die Veranstalterstadt organisiert wird. Die zwei anderen Bewerbe abseits des Stadions sind im Gehen gegeben, denn 20 oder gar 50 Kilometer in der Halle zu gehen macht wenig Sinn.

Ein weiterer Bereich bei der Leichtathletik und damit auch bei der Europameisterschaft ist der Sprungbewerb. Der Stabhochsprung kam bei den Frauen auch später erst dazu, auch der Dreisprung war nicht sofort im Programm. Dazu gibt es den Weitsprung und den Hochsprung als Herausforderungen.

Das Werfen ist das dritte Standbein mit sehr unterschiedlichem Gerät. Beim Kugelstoßen braucht es eine andere Technik und Kraft als beim Diskuswurf und der unterscheidet sich wiederum vom Hammerwurf. Ganz anders läuft es beim Speerwurf ab, um eine gute Weite erzielen zu können.

Den Abschluss und auch den Höhepunkt bildet der Mehrkampf in Form vom Siebenkampf der Frauen. Hier unterscheidet man sich noch von den Männern, die zehn Disziplinen bestreiten, aber auch der Siebenkampf ist mit der Kombination aus Laufen, Springen und Werfen nicht leicht zu gewinnen.

EM Siebenkampf Frauen

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Leichtathletik EM Kugelstoßen FrauenArtikel-Thema:
Leichtathletik EM Kugelstoßen Frauen
letztes Datum:
18. 10. 2020

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