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Leichtathletik EM Frauenbewerbe

Nahezu gleiches Programm wie die Männer

In der Leichtathletik gab es für die Männer seit jeher das volle Programm, während die Frauen nicht alle Strecken und Bewerbe absolvieren konnten. Die Geschichte auch der Europameisterschaft zeigt, wie sich das immer mehr angepasst hat und heute gibt es für Frauen wie für Männer die gleichen 24 Bewerbe und damit volles Programm.

Frauenbewerbe: Entwicklung der EM

Bei der Weltmeisterschaft gibt es für Frauen und Männer jeweils 24 Bewerbe und auch bei der Europameisterschaft hat man das Programm entsprechend aufgebessert, wobei der letzte Schritt der lange Bewerb im Gehen war. Erst bei der EM 2018 nehmen die Frauen am 50 km langen Bewerb im Gehen teil - oder dürfen teilnehmen, um um Medaillen zu kämpfen, wobei man zugleich mit den Männern auf der Strecke unterwegs ist.

Davor gab es Zug um Zug gleiche Einführungen in verschiedenen Bewerben, die heute ganz normal sind. So kam erst 1994 der Dreisprung in die Welt der Frauen bei der Leichtathletik Europameisterschaft und vier Jahre später konnten die Frauen erstmals um Medaillen im Stabhochsprung springen.

Das zeigt also, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass zwei der vier Sprungbewerbe den Männern vorbehalten waren, aber in der Zwischenzeit wird da wie dort mit guten Leistungen die Rechtfertigung erbracht, dass die Bewerbe zu recht auch für die Frauen zugelassen wurden.

In Summe kann man die 24 Bewerbe auf drei Bereiche untergliedern, nämlich in das Laufen, Springen und Werfen, wobei die Gruppen für sich schon unterschiedlich sind. Wer über 100 Meter sehr schnell läuft, hat trotzdem im Hürdenlauf keine Chance und auch nicht über 10.000 Meter bei der Langstrecke. Auch Kugelstoßer werden beim Diskuswurf nicht zu melden haben, sodass man nicht so viele Bewerbe abdecken kann wie etwa bei einer Schwimm EM mit den unterschiedlichen Schwimmstilen, wo die Stars fünf bis sieben Bewerbe auf ihrem Zettel stehen haben.

Bewerbe im Rahmen der Europameisterschaft

Beim Laufen beginnt der Reigen mit dem 100 Meter Sprint als Höhepunkt, wobei es dann weitere Sprintstrecken bis 400 Meter gibt, es folgt die Mittelstrecke und die Langstrecke, wobei die 10.000 Meter die längste Distanz im Stadion ist. Besonderheiten sind die Staffelrennen ebenso wie die Hürdenrennen und der Hindernislauf über 3.000 Meter. Noch länger ist der Marathonlauf, der außerhalb des Stadions durchgeführt wird. Ebenfalls draußen finden die Bewerbe im Gehen statt und zwar über 20 und 50 Kilometer.

Beim Springen gibt es die klassischen vier Disziplinen mit Hochsprung, Weitsprung, Dreisprung und Stabhochsprung. Und auch beim Werfen gibt es vier Bewerbe mit Kugelstoßen, Speerwurf, Hammerwurf und Diskuswurf.

Der Höhepunkt schlechthin ist der Siebenkampf als Mehrkampf, bei dem aus den 24 Bewerben ein Mix aller Bereiche (außer dem Gehen) absolviert wird.

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Das Programm der Frauen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft hat sich stark erweitert, weil Zug um Zug Bewerbe dazugekommen sind, die bei den Männern schon seit langer Zeit oder überhaupt seit den ersten Veranstaltungen im Programm waren. Beispiele sind etwa die 50 Kilometer im Gehen oder die 10.000 Meter im Laufen sowie  der Hindernislauf.

Der größte Bereiche bei den Bewerben ist natürlich mit dem Laufen im Stadion abgespult. Die 100 Meter Sprint sind auch bei den Frauen ein wichtiger Bewerb, werden aber nicht so sehr medial beachtet wie jene bei den Männern - wohl deshalb, weil diese noch schneller laufen können und Rekorde für die Menschheit möglich sind. Aber es laufen die Frauen auch das volle Programm von den 100 Meter bis zu den 10 Kilometer inklusive Staffel und Hürden.

Abseits des Stadions gibt es noch weitere Bewerbe. Zum einen findet der Abschluss der Laufbewerbe mit dem Marathon statt, der quer durch die Veranstalterstadt organisiert wird. Die zwei anderen Bewerbe abseits des Stadions sind im Gehen gegeben, denn 20 oder gar 50 Kilometer in der Halle zu gehen macht wenig Sinn.

Ein weiterer Bereich bei der Leichtathletik und damit auch bei der Europameisterschaft ist der Sprungbewerb. Der Stabhochsprung kam bei den Frauen auch später erst dazu, auch der Dreisprung war nicht sofort im Programm. Dazu gibt es den Weitsprung und den Hochsprung als Herausforderungen.

Das Werfen ist das dritte Standbein mit sehr unterschiedlichem Gerät. Beim Kugelstoßen braucht es eine andere Technik und Kraft als beim Diskuswurf und der unterscheidet sich wiederum vom Hammerwurf. Ganz anders läuft es beim Speerwurf ab, um eine gute Weite erzielen zu können.

Den Abschluss und auch den Höhepunkt bildet der Mehrkampf in Form vom Siebenkampf der Frauen. Hier unterscheidet man sich noch von den Männern, die zehn Disziplinen bestreiten, aber auch der Siebenkampf ist mit der Kombination aus Laufen, Springen und Werfen nicht leicht zu gewinnen.

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Leichtathletik EM FrauenbewerbeArtikel-Thema:
Leichtathletik EM Frauenbewerbe
letztes Datum:
18. 10. 2020

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