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Leichtathletik EM 800 m Frauen

Zwei komplette Stadionrunden stehen am Programm

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaftn 1954 gab es die Premiere für den Laufbewerb über 800 Meter für die Frauen. Seither sind es vor allem die russischen Läuferinnen, die Erfolge feiern konnten, aber auch andere Nationen konnten Siege feiern.

Die Aufgabe besteht darin, dass zwei komplette Stadionrunden gelaufen werden, wobei man noch Schnellkraft für den Sprint im Finale braucht und auch ein hohes Tempo anschlagen können muss, aber man braucht auch schon viel Ausdauer, um in der zweiten Runde noch zulegen zu können und sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen. Ab dieser Distanz wird nicht mehr in den Laufbahnen gelaufen, sondern das ganze Feld bewegt sich auf der Innenseite der Laufstrecke, wodurch es auch zu Dränglereien kommen kann.

Die Frauen laufen die 800 Meter bei der Europameisterschaft in einer Zeit um die zwei Minuten, teilweise auch deutlich darunter. Die russischen Läuferinnen haben öfter den Bewerb für sich entscheiden können, wobei es keine Seriensiegerin gegeben hat. Es waren immer andere Athletinnen, die für die Bestzeit sorgen konnten. Zuletzt war Nataliya Pryshchepa aus der Ukraine zweimal bei der Europameisterschaft erfolgreich.

Ergebnis EM 2018 in Berlin

Gold Nataliya Pryshchepa (Ukraine) 2:00,38
Silber Renelle Lamote (Frankreich) 2:00,62
Bronze Olha Lyakhova (Ukraine) 2:00,79

 

Europameister 800 Meter Mittelstrecke Frauen

Jahr Zeit Gold Silber Bronze
2018 2:00,38 Nataliya Pryshchepa (UKR) Renelle Lamote (FRA) Olha Lyakhova (UKR)
2016 1:59,70 Nataliya Pryshchepa (UKR) Renelle Lamote (FRA) Lovisa Lindh (SWE)
2014 1:58,15 Marianna Arsamasova (BLR) Lynsey Sharp (GBR) Joanna Jozwik (POL)
2012 1:58,51 Yelena Arzhakova (RUS) Lynsey Sharp (GBR) Irina Maracheva (RUS)
2010 1:58,22 Maria Sawinova (RUS) Yvonne Hak (NED) Jennifer Meadows (GBR)
2006 1:57,38 Olga Kotljarowa (RUS) Swetlana Kljuka (RUS) Rebecca Lyne (GBR)
2002 1:57,65 Jolanda Ceplak (SLO) Mayte Martínez (ESP) Kelly Holmes (GBR)
1998 1:58,50 Jelena Afanasjewa (RUS) Malin Ewerlöf (SWE) Stephanie Graf (AUT)
1994 1:58,55 Ljubow Gurina (RUS) Natallja Duchnowa (BLR) Ljudmila Rogatschowa (RUS)
1990 1:55,87 Sigrun Wodars (DDR) Christine Wachtel (DDR) Lilija Nurutdinowa (URS)
1986 1:57,15 Nadeschda Olisarenko (URS) Sigrun Wodars (DDR) Ljubow Gurina (URS)
1982 1:55,41 Olga Minejewa (URS) Ludmila Wesselkowa (URS) Margrit Klinger (BRD)
1978 1:55,80 Tatjana Prowidochina (URS) Nadeschda Muschta (URS) Soja Rigel (URS)
1974 1:58,14 Liljana Tomowa (BUL) Gunhild Hoffmeister (DDR) Mariana Suman (ROU)
1971 2:00,00 Vera Nikolic (YUG) Patricia Lowe (GBR) Rosemary Stirling (GBR)
1969 2:01,50 Lillian Board (GBR) Annelise Damm-Olesen (DEN) Vera Nikolic (YUG)
1966 2:02,8 Vera Nikolic (YUG) Zsuzsa Szabone Nagy (HUN) Antje Gleichfeld (BRD)
1962 2:02,8 Gerda Kraan (NED) Waltraud Kaufmann (GER) Olga Kazl (HUN)
1958 2:06,3 Elisabeth Jermolajewa (URS) Diane Leather (GBR) Dsidra Lewicka (URS)
1954 2:08,8 Nina Otkalenko (URS) Diane Leather (GBR) Ljudmila Lysenko (URS)

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Das Programm der Frauen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft hat sich stark erweitert, weil Zug um Zug Bewerbe dazugekommen sind, die bei den Männern schon seit langer Zeit oder überhaupt seit den ersten Veranstaltungen im Programm waren. Beispiele sind etwa die 50 Kilometer im Gehen oder die 10.000 Meter im Laufen sowie  der Hindernislauf.

Der größte Bereiche bei den Bewerben ist natürlich mit dem Laufen im Stadion abgespult. Die 100 Meter Sprint sind auch bei den Frauen ein wichtiger Bewerb, werden aber nicht so sehr medial beachtet wie jene bei den Männern - wohl deshalb, weil diese noch schneller laufen können und Rekorde für die Menschheit möglich sind. Aber es laufen die Frauen auch das volle Programm von den 100 Meter bis zu den 10 Kilometer inklusive Staffel und Hürden.

Abseits des Stadions gibt es noch weitere Bewerbe. Zum einen findet der Abschluss der Laufbewerbe mit dem Marathon statt, der quer durch die Veranstalterstadt organisiert wird. Die zwei anderen Bewerbe abseits des Stadions sind im Gehen gegeben, denn 20 oder gar 50 Kilometer in der Halle zu gehen macht wenig Sinn.

Ein weiterer Bereich bei der Leichtathletik und damit auch bei der Europameisterschaft ist der Sprungbewerb. Der Stabhochsprung kam bei den Frauen auch später erst dazu, auch der Dreisprung war nicht sofort im Programm. Dazu gibt es den Weitsprung und den Hochsprung als Herausforderungen.

Das Werfen ist das dritte Standbein mit sehr unterschiedlichem Gerät. Beim Kugelstoßen braucht es eine andere Technik und Kraft als beim Diskuswurf und der unterscheidet sich wiederum vom Hammerwurf. Ganz anders läuft es beim Speerwurf ab, um eine gute Weite erzielen zu können.

Den Abschluss und auch den Höhepunkt bildet der Mehrkampf in Form vom Siebenkampf der Frauen. Hier unterscheidet man sich noch von den Männern, die zehn Disziplinen bestreiten, aber auch der Siebenkampf ist mit der Kombination aus Laufen, Springen und Werfen nicht leicht zu gewinnen.

EM Siebenkampf Frauen

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Leichtathletik EM 800 m FrauenArtikel-Thema:
Leichtathletik EM 800 m Frauen
letztes Datum:
18. 10. 2020

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