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Leichtathletik EM 400 m Hürdenlauf Frauen

Eine komplette Stadionrunde samt Hindernisse

Die längere Distanz bei den Hürdenläufen über 400 Meter wurde für die Frauen im Rahmen der Leichtathletik-Europameisterschaften 1978 eingeführt. Damit stehen zwei Medaillenentscheidungen in der Herausforderung Hürdenlauf zur Verfügung.

Die Herausforderung ist über 400 Meter in dem Sinne gegeben, dass man die komplette Stadionrunde von 400 Meter einmal komplett durchlaufen muss, aber zusätzlich gibt es die Hürden, die man überspringt. Das heißt, dass man im Gegensatz zu den kurzen 100 Meter mehr Zeit für das Laufen hat, da die Hürden weiter auseinanderstehen, aber man braucht für das Laufen wie beim normalen 400 Meter Sprint schon mehr Ausdauer und das Springen kostet zusätzliche Kraft. Von daher ist die Einteilung schon ein wichtiges Thema auf dem Weg zum Erfolg.

Die Frauen laufen bei der Europameisterschaft die 400 Meter im Hürdenlauf in 52 bis 55 Sekunden und damit gibt es sehr unterschiedliche Bestzeiten. Die Einläufe sind meist binnen Sekundenbruchteilen gegeben, sodass man wenig Zeit zum Taktieren hat. Die Russinnen sind immer wieder erfolgreich, aber mit Lea Sprunger konnte auch eine Schweizerin anschreiben und 2018 sogar den Titel holen. Aus der Ukraine, aus Dänemark oder Polen kommen auch sehr gute Teilnehmerinnen.

Ergebnis EM 2018 in Berlin

Gold Lea Sprunger (Schweiz) 54,33
Silber Anna Ryzhykova (Ukraine) 54,51
Bronze Meghan Beesley (Großbritannien) 55,31

 

Europameister 400 Meter Hürden Frauen

Jahr Zeit Gold Silber Bronze
2018 54,33 Lea Sprunger (SUI) Anna Ryzhykova (UKR) Meghan Beesley (GBR)
2016 55,12 Sara Slott Petersen (DEN) Joanna Linkiewicz (POL) Lea Sprunger (SUI)
2014 54,48 Eilidh Child (GBR) Anna Titimets (UKR) Irina Davydova (RUS)
2012 53,77 Irina Davydova (RUS) Denisa Rosolova (CZE) Anna Jaroshtchuk (UKR)
2010 52,92 Natalja Antjuch (RUS) Vania Stambolova (BUL) Perri Shakes-Drayton (GBR)
2006 53,93 Jewgenija Issakowa (RUS) Fani Chalkia (GRE) Tetjana Tereschtschuk-Antipowa (UKR)
2002 54,95 Ionela Tarlea (ROU) Heike Meißner (GER) Anna Olichwierczuk (POL)
1998 53,37 Ionela Tarlea (ROU) Tetjana Tereschtschuk-Antipowa (UKR) Silvia Rieger (GER)
1994 53,33 Sally Gunnell (GBR) Silvia Rieger (GER) Anna Knoros (RUS)
1990 53,62 Tazjana Ljadouskaja (URS) Anita Protti (SUI) Monica Westen (SWE)
1986 53,32 Marina Stepanowa (URS) Sabine Busch (DDR) Cornelia Feuerbach (DDR)
1982 54,58 Ann-Louise Skoglund (SWE) Petra Pfaff (DDR) Chantal Rega (FRA)
1978 54,89 Tatjana Selenzowa (URS) Silvia Hollmann (BRD) Karin Roßley (DDR)

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Das Programm der Frauen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft hat sich stark erweitert, weil Zug um Zug Bewerbe dazugekommen sind, die bei den Männern schon seit langer Zeit oder überhaupt seit den ersten Veranstaltungen im Programm waren. Beispiele sind etwa die 50 Kilometer im Gehen oder die 10.000 Meter im Laufen sowie  der Hindernislauf.

Der größte Bereiche bei den Bewerben ist natürlich mit dem Laufen im Stadion abgespult. Die 100 Meter Sprint sind auch bei den Frauen ein wichtiger Bewerb, werden aber nicht so sehr medial beachtet wie jene bei den Männern - wohl deshalb, weil diese noch schneller laufen können und Rekorde für die Menschheit möglich sind. Aber es laufen die Frauen auch das volle Programm von den 100 Meter bis zu den 10 Kilometer inklusive Staffel und Hürden.

Abseits des Stadions gibt es noch weitere Bewerbe. Zum einen findet der Abschluss der Laufbewerbe mit dem Marathon statt, der quer durch die Veranstalterstadt organisiert wird. Die zwei anderen Bewerbe abseits des Stadions sind im Gehen gegeben, denn 20 oder gar 50 Kilometer in der Halle zu gehen macht wenig Sinn.

Ein weiterer Bereich bei der Leichtathletik und damit auch bei der Europameisterschaft ist der Sprungbewerb. Der Stabhochsprung kam bei den Frauen auch später erst dazu, auch der Dreisprung war nicht sofort im Programm. Dazu gibt es den Weitsprung und den Hochsprung als Herausforderungen.

Das Werfen ist das dritte Standbein mit sehr unterschiedlichem Gerät. Beim Kugelstoßen braucht es eine andere Technik und Kraft als beim Diskuswurf und der unterscheidet sich wiederum vom Hammerwurf. Ganz anders läuft es beim Speerwurf ab, um eine gute Weite erzielen zu können.

Den Abschluss und auch den Höhepunkt bildet der Mehrkampf in Form vom Siebenkampf der Frauen. Hier unterscheidet man sich noch von den Männern, die zehn Disziplinen bestreiten, aber auch der Siebenkampf ist mit der Kombination aus Laufen, Springen und Werfen nicht leicht zu gewinnen.

EM Siebenkampf Frauen

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Leichtathletik EM 400 m Hürdenlauf FrauenArtikel-Thema:
Leichtathletik EM 400 m Hürdenlauf Frauen
letztes Datum:
18. 10. 2020

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