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Leichtathletik EM 1500 m Frauen

Die längere Strecke in Sachen Mittelstrecke

Mit der Leichtathletik-Europameisterschaft 1969 wurde auch die Strecke über 1.500 Meter für Frauen in das Programm eingebaut. Damit wurde das Programm ein weiteres Stück an jenes der Männer angepasst, wobei weitere Bewerbe folgen sollten.

Die Strecke von 1.500 Meter zählt zur Mittelstrecke und ist die längere Version, die 800 Meter sind die kürzere Strecke. Ist die Sprintfähigkeit über 800 Meter noch im Fokus, so ist die Ausdauer über 1.500 Meter noch weit wichtiger, denn man absolviert einen intensiven Lauf über fast vier komplette Stadionrunden und wer zu schnell beginnt, hat in der finalen Runde keine Chance mehr. Es gilt also, ein sehr gutes Tempo über die ganze Distanz aufrecht zu erhalten, um sich gegenüber der Konkurrenz durchsetzen zu können.

Die Frauen laufen die 1.500 Meter bei der Europameisterschaft in einer Zeit um die vier Minuten, manchmal deutlich darunter, manchmal aber auch klar darüber wie etwa 2012 mit einer Siegerzeit von über 4:05 Minuten. 2006 gab es dafür eine Zeit unter 3:57. Die Wetterbedingungen und natürlich das Teilnehmerfeld spielen dabei eine wesentliche Rolle. Interessant ist die Durchmischung der Sieger, denn verschiedenste Nationen haben schon die Europameisterin gestellt von Großbritannien über Polen, die Niederlande bis zur Türkei.

Ergebnis EM 2018 in Berlin

Gold Laura Muir (Großbritannien) 4:02,32
Silber Sofia Ennaoui (Polen) 4:03,08
Bronze Laura Weightman (Großbritannien) 4:03,75

 

Europameister 1.500 Meter Mittelstrecke Frauen

Jahr Zeit Gold Silber Bronze
2018 4:02,32 Laura Muir (GBR) Sofia Ennaoui (POL) Laura Weightman (GBR)
2016 4:03,00 Angelika Cichocka (POL) Sifan Hassan (NED) Ciara Mageean (IRL)
2014 4:04,18 Sifan Hassan (NED) Abeba Aregawi (SWE) Laura Weightman (GBR)
2012 4:05,31 Asli Cakir-Alptekin (TUR) Gamze Bulut (TUR) Anna Mischtchenko (UKR)
2010 4:00,20 Nuria Fernandez (ESP) Hind Dehiba (FRA) Natalia Rodriguez (ESP)
2006 3:56,91 Tatjana Tomaschowa (RUS) Julija Tschischenko (RUS) Daniela Jordanowa (BUL)
2002 3:58,79 Süreyya Ayhan (TUR) Gabriela Szabo (ROU) Tatjana Tomaschowa (RUS)
1998 4:11,91 Swetlana Masterkowa (RUS) Carla Sacramento (POR) Anita Weyermann (SUI)
1994 4:18,93 Ljudmila Rogatschowa (RUS) Kelly Holmes (GBR) Jekaterina Podkopajewa (RUS)
1990 4:08,12 Snezana Pajkic (YUG) Ellen Kießling (DDR) Sandra Gasser (SUI)
1986 4:01,19 Rawilija Agletdinowa (URS) Tetjana Samolenko-Dorowskych (URS) Doina Melinte (ROU)
1982 3:57,80 Olga Dwirna (URS) Samira Saizewa (URS) Gabriella Dorio (ITA)
1978 3:59,77 Giana Romanowa (URS) Natalia Marasescu (ROU) Totka Petrova (BUL)
1974 4:02,25 Gunhild Hoffmeister (DDR) Liljana Tomowa (BUL) Grete Andersen (NOR)
1971 4:09,62 Karin Burneleit (DDR) Gunhild Hoffmeister (DDR) Ellen Tittel (BRD)
1969 4:10,77 Jaroslava Jehlickova (TCH) Maria Gommers (NED) Paola Pigni (ITA)

Lesen Sie auch

Das Programm der Frauen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft hat sich stark erweitert, weil Zug um Zug Bewerbe dazugekommen sind, die bei den Männern schon seit langer Zeit oder überhaupt seit den ersten Veranstaltungen im Programm waren. Beispiele sind etwa die 50 Kilometer im Gehen oder die 10.000 Meter im Laufen sowie  der Hindernislauf.

Der größte Bereiche bei den Bewerben ist natürlich mit dem Laufen im Stadion abgespult. Die 100 Meter Sprint sind auch bei den Frauen ein wichtiger Bewerb, werden aber nicht so sehr medial beachtet wie jene bei den Männern - wohl deshalb, weil diese noch schneller laufen können und Rekorde für die Menschheit möglich sind. Aber es laufen die Frauen auch das volle Programm von den 100 Meter bis zu den 10 Kilometer inklusive Staffel und Hürden.

Abseits des Stadions gibt es noch weitere Bewerbe. Zum einen findet der Abschluss der Laufbewerbe mit dem Marathon statt, der quer durch die Veranstalterstadt organisiert wird. Die zwei anderen Bewerbe abseits des Stadions sind im Gehen gegeben, denn 20 oder gar 50 Kilometer in der Halle zu gehen macht wenig Sinn.

Ein weiterer Bereich bei der Leichtathletik und damit auch bei der Europameisterschaft ist der Sprungbewerb. Der Stabhochsprung kam bei den Frauen auch später erst dazu, auch der Dreisprung war nicht sofort im Programm. Dazu gibt es den Weitsprung und den Hochsprung als Herausforderungen.

Das Werfen ist das dritte Standbein mit sehr unterschiedlichem Gerät. Beim Kugelstoßen braucht es eine andere Technik und Kraft als beim Diskuswurf und der unterscheidet sich wiederum vom Hammerwurf. Ganz anders läuft es beim Speerwurf ab, um eine gute Weite erzielen zu können.

Den Abschluss und auch den Höhepunkt bildet der Mehrkampf in Form vom Siebenkampf der Frauen. Hier unterscheidet man sich noch von den Männern, die zehn Disziplinen bestreiten, aber auch der Siebenkampf ist mit der Kombination aus Laufen, Springen und Werfen nicht leicht zu gewinnen.

EM Siebenkampf Frauen

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Leichtathletik EM 1500 m FrauenArtikel-Thema:
Leichtathletik EM 1500 m Frauen
letztes Datum:
18. 10. 2020

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