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Leichtathletik EM 100 m Männer

Der Sprint über die Stadiongerade

Obwohl der Zehnkampf bei den Herren eigentlich die Königsdisziplin der Leichtathletik sein müsste, ist es doch der Wettkampf der Sprinter über die Distanz von 100 Meter. Dieses Rennen wird besonders genau in den Medien besprochen, auch wenn die Bedeutung auf europäischer Ebene deutlich geringer ist als etwa bei der Weltmeisterschaft oder bei den olympischen Sommerspielen, weil dann die starken Läufer aus den USA und aus Jamaika am Start sind.

Die Aufgabe ist eine eigentlich einfache, weil man nur aus dem Startblock einen guten Start hinlegen muss, um dann mit voller Geschwindigkeit die Stadiongerade exakt 100 Meter lang zu durchlaufen. Der Haken ist, dass kein Fehler passieren darf. Verschläft man den Start, kann man das Rennen fast schon vergessen, erzeugt man einen Fehlstart, droht die Disqualifikation. Was es nicht braucht ist Ausdauer, weil das Rennen ist nach 10 Sekunden erledigt, was es braucht, ist enorme Schnellkraft.

Die Männer laufen bei der Europameisterschaft die 100 Meter in ziemlich genau 10 Sekunden und sind damit doch deutlich langsamer als die stärksten Läufer weltweit. Dennoch ist auch dieser Sprint mit seiner Medaillenentscheidung medial wichtig und steht oft im Fokus der Europameisterschaft. Die Läufer aus Großbritannien sind dabei mehrfach siegreich, auch jene aus Frankreich, der Türkei oder der Niederlande sind immer gut für Medaillen.

Ergebnis EM 2018 in Berlin

Gold Zharnel Hughes (Großbritannien) 9,95
Silber Reece Prescod (Großbritannien) 9,96
Bronze Jak Ali Harvey (Türkei) 10,01

 

Europameister 100 Meter Sprint Männer

Jahr Zeit Gold Silber Bronze
2018 9,95 Zharnel Hughes (GBR) Reece Prescod (GBR) Jak Ali Harvey (TUR)
2016 10,07 Churandy Martina (NED) Jak Ali Harvey (TUR) Jimmy Vicaut (FRA)
2014 10,06 James Da Saolu (GBR) Christophe Lemaitre (FRA) Harry Aikines-Aryeetey (GBR)
2012 10,09 Christophe Lemaitre (FRA) Jimmy Vicaut (FRA) Jaysuma Saidy Ndure (NOR)
2010 10,11 Christophe Lemaitre (FRA) Mark Lewis-Francis (GBR) Martial Mbandjock (FRA)
2006 9,99 Francis Obikwelu (POR) Andrei Jepischin (RUS) Matic Osovnikar (SLO)
2002 10,06 Francis Obikwelu (POR) Darren Campbell (GBR) Roland Nemeth (HUN)
1998 10,04 Darren Campbell (GBR) Dwain Chambers (GBR) Haralambos Papadias (GRE)
1994 10,14 Linfort Christie (GBR) Geir Moen (NOR) Alexandr Porchomowski (RUS)
1990 10,00 Linfort Christie (GBR) Daniel Sangouma (FRA) John Regis (GBR)
1986 10,15 Linfort Christie (GBR) Steffen Bringmann (DDR) Bruno Marie-Rose (FRA)
1982 10,21 Frank Emmelmann  (DDR) Pierfrancesco Pavoni (ITA) Marian Woronin (POL)
1978 10,27 Pietro Mennea (ITA) Eugen Ray (DDR) Wladimir Ignatenko (URS)
1974 10,27 Walerij Borsow (URS) Pietro Mennea (ITA) Klaus-Dieter Bieler (BRD)
1971 10,26 Walerij Borsow (URS) Gerhard Wucherer (BRD) Vassilos Papageorgopoulos (GRE)
1969 10,4 Walerij Borsow (URS) Alain Sarteur (FRA) Philippe Clerc (SUI)
1966 10,5 Wiesl‚aw Maniak (POL) Roger Bambuck (FRA) Claude Piquemal (FRA)
1962 10,4 Claude Piquemal (FRA) Jocelyn Delecour (FRA) Peter Gamper (GER)
1958 10,3 Armin Hary (GER) Manfred Germar (GER) Peter Radford (GBR)
1954 10,5 Heinz Fütterer (GER) René Bonino (FRA) George Ellis (GBR)
1950 10,7 Etienne Bally (FRA) Franco Leccese (ITA) Wladimir Sucharew (URS)
1946 10,6 John Archer (GBR) Haakon Tranberg (NOR) Carlo Monti (ITA)
1938 10,5 Martinus Osendarp (NED) Orazio Mariani (ITA) Lennart Strandberg (SWE)
1934 10,6 Christiaan Berger (NED) Erich Borchmeyer (GER) József Sir (HUN)

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Leichtathletik EM 100 m MännerArtikel-Thema:
Leichtathletik EM 100 m Männer
letztes Datum:
31. 07. 2019

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