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Leichtathletik EM 100 m Frauen

Medial sehr beachteter Sprint

Der Sprint über die 100 Meter ist die kürzeste Strecke bei den Laufbewerben und dennoch die vielleicht am meisten beachtete. Das ist bei den Frauen vielleicht nicht ganz so intensiv wie bei den Männern und bei der Europameisterschaft nochmals ein Stück weniger, weil die US-Läufer und jene aus Jamaika fehlen, doch die Beachtung ist trotzdem groß.

Die Aufgabe besteht darin, einen perfekten Start hinzulegen und dann mit Höchsttempo die Strecke von 100 Meter, was einer Stadiongeraden entspricht, zu überwinden. Dazu braucht es jahrelanges Training und viel Schnellkraft, das Thema Ausdauer kann man auf dieser Strecke vergessen. Der kleinste Fehler kann bereits bedeuten, dass man keine Medaille mehr gewinnen kann und der Start ist die Herausforderung, weil man ihn nicht verschlafen darf, aber der Fehlstart kann auch zur Disqualifikation führen.

Die Frauen laufen bei der Europameisterschaft die 100 Meter in einer Zeit um die 11 Sekunden, manchmal auch ein gutes Stück schneller, manchmal aber auch etwas langsamer, was auch vom Wetter und den Windverhältnissen abhängig ist. Lange Zeit waren die Läuferinnen der DDR klar dominierend, in letzter Zeit gibt es verschiedene Nationen, die erfolgreiche Läuferinnen hervorbringen von Großbritannien über Deutschland bis zur Niederlande.

Ergebnis EM 2018 in Berlin

Gold Dina Asher-Smith (Großbritannien) 10,85
Silber Gina Lückenkemper (Deutschland) 10,98
Bronze Dafne Schippers (Niederlande) 10,99

 

Europameister 100 Meter Sprint Frauen

Jahr Zeit Gold Silber Bronze
2018 10,85 Dina Asher-Smith (GBR) Gina Lückenkemper (GER) Dafne Schippers (NED)
2016 10,90 Dafne Schippers (NED) Ivet Lalova-Collio (BUL) Mujinga Kambundji (SUI)
2014 11,12 Dafne Schippers (NED) Myriam Soumare (FRA) Ashleigh Nelson (GBR)
2012 11,28 Ivet Lalova (BUL) Olesya Powg (UKR) Lina Grincikaite (LTU)
2010 11,10 Verena Sailer (GER) Veronique Mang (FRA) Myriam Soumare (FRA)
2006 11,06 Kim Gevaert (BEL) Jekaterina Grigorjewa (RUS) Irina Chabarowa (RUS)
2002 11,10 Ekaterini Thanou (GRE) Kim Gevaert (BEL) Manuela Levorato (ITA)
1998 10,73 Christine Arron (FRA) Irina Priwalowa (RUS) Ekaterini Thanou (GRE)
1994 11,02 Irina Priwalowa (RUS) Schanna Tarnopolskaja (UKR) Melanie Paschke (GER)
1990 10,89 Katrin Krabbe (DDR) Silke Möller (DDR) Kerstin Behrendt (DDR)
1986 10,91 Marlies Göhr (DDR) Anelia Nuneva (BUL) Nelli Cooman (NED)
1982 11,01 Marlies Göhr (DDR) Bärbel Wöckel (DDR) Rose-Aimée Bacoul (FRA)
1978 11,13 Marlies Göhr (DDR) Linda Haglund (SWE) Ludmila Maslakowa (URS)
1974 11,13 Irena Szewil„ska (POL) Renate Stecher (DDR) Andrea Lynch (GBR)
1971 11,35 Renate Stecher (DDR) Ingrid Mickler-Becker (BRD) Elfgard Schittenhelm (BRD)
1969 11,66 Petra Vogt (DDR) Wilma van den Berg (NED) Anita Neil (GBR)
1966 11,5 Ewa K‚obukowska (POL) Irena Kirszenstein (POL) Karin Frisch (BRD)
1962 11,3 Dorothy Hyman (GBR) Jutta Heine (GER) Teresa Ciepl‚y (POL)
1958 11,7 Heather Armitage (GBR) Vera Krepkina (URS) Christa Stubnick (GER)
1954 11,8 Irina Turowa (URS) Bertha van Duyne-Brouwer (NED) Anne Pashley (GBR)
1950 11,7 Fanny Blankers-Koen (NED) Jewgenija Setschenowa (URS) June Foulds (GBR)
1946 11,9 Jewgenija Setschenowa (URS) Winifred Jordan (GBR) Claire Bresolles (FRA)
1938 11,9 Stanisl‚awa Walasiewicz (POL) Käthe Krauss (GER) Fanny Blankers-Koen (NED)

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Das Programm der Frauen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft hat sich stark erweitert, weil Zug um Zug Bewerbe dazugekommen sind, die bei den Männern schon seit langer Zeit oder überhaupt seit den ersten Veranstaltungen im Programm waren. Beispiele sind etwa die 50 Kilometer im Gehen oder die 10.000 Meter im Laufen sowie  der Hindernislauf.

Der größte Bereiche bei den Bewerben ist natürlich mit dem Laufen im Stadion abgespult. Die 100 Meter Sprint sind auch bei den Frauen ein wichtiger Bewerb, werden aber nicht so sehr medial beachtet wie jene bei den Männern - wohl deshalb, weil diese noch schneller laufen können und Rekorde für die Menschheit möglich sind. Aber es laufen die Frauen auch das volle Programm von den 100 Meter bis zu den 10 Kilometer inklusive Staffel und Hürden.

Abseits des Stadions gibt es noch weitere Bewerbe. Zum einen findet der Abschluss der Laufbewerbe mit dem Marathon statt, der quer durch die Veranstalterstadt organisiert wird. Die zwei anderen Bewerbe abseits des Stadions sind im Gehen gegeben, denn 20 oder gar 50 Kilometer in der Halle zu gehen macht wenig Sinn.

Ein weiterer Bereich bei der Leichtathletik und damit auch bei der Europameisterschaft ist der Sprungbewerb. Der Stabhochsprung kam bei den Frauen auch später erst dazu, auch der Dreisprung war nicht sofort im Programm. Dazu gibt es den Weitsprung und den Hochsprung als Herausforderungen.

Das Werfen ist das dritte Standbein mit sehr unterschiedlichem Gerät. Beim Kugelstoßen braucht es eine andere Technik und Kraft als beim Diskuswurf und der unterscheidet sich wiederum vom Hammerwurf. Ganz anders läuft es beim Speerwurf ab, um eine gute Weite erzielen zu können.

Den Abschluss und auch den Höhepunkt bildet der Mehrkampf in Form vom Siebenkampf der Frauen. Hier unterscheidet man sich noch von den Männern, die zehn Disziplinen bestreiten, aber auch der Siebenkampf ist mit der Kombination aus Laufen, Springen und Werfen nicht leicht zu gewinnen.

EM Siebenkampf Frauen

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Leichtathletik EM 100 m FrauenArtikel-Thema:
Leichtathletik EM 100 m Frauen
letztes Datum:
18. 10. 2020

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