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Hallenbewerbe in der Leichtathletik

Höhepunkte sind EM und WM

Die Leichtathletik hat ihren Höhepunkt in den warmen Monaten abhängig von der geografischen Lage, denn dann werden die Marathonläufe durchgeführt und es gibt auch die großen Veranstaltungen wie die Leichtathletik-Europameisterschaft oder die noch größere Weltmeisterschaft. Dabei werden die verschiedensten Bewerbe ausgetragen und man sucht die neuen Titelträgerinnen und Titelträger und jene Experte, die Medaillen gewinnen können. Diese Veranstaltungen gibt es aber auch in der Halle.

Hallenbewerbe für die Leichtathletik

Was ist eigentlich der große Unterschied zwischen der normalen Leichtathletik, wie man sie auch von den olympischen Sommerspielen und von den regelmäßigen Wettkämpfen her kennt und den Hallenbwerben? Dass man in einer Halle die Besten sucht ist klar und verrät schon der Name. Aber die Halle hat im Gegensatz zum großen Leichtathletik-Stadion den Nachteil, dass viel weniger Platz zur Verfügung steht.

Damit muss man bei den vielen Bewerben deutliche Kürzungen vornehmen, dass die Veranstaltung ausnahmslos in der Halle durchgeführt werden kann und darf. Das heißt, dass es schon einmal keinen Marathonlauf geben kann. Und auch sonst hat man beim Laufen deutliche Veränderungen eingeführt. Gelaufen wird in der Halle nämlich über 60 statt 100 Meter und über 400 Meter für die Sprinter. Dazu kommen 800 und 1.500 Meter als Mittelstrecke und 3.000 Meter als längste Distanz.

Das bedeutet, dass die 200 Meter nicht gelaufen werden - denn diese Rennen waren meist im Vorfeld schon auszurechnen und boten zu wenig Spannung. Und die langen Distanzen über 5.000 und 10.000 Meter sind auch gestrichen, weil man viel mehr Runden laufen müsste und das ist nicht im Sinne des Erfinders. Änderungen gibt es auch beim Hürdenlauf, der über 60 Meter stattfindet statt über 100 oder 110 Meter und die 400 Meter sind gestrichen. Die 4 x 400 Meter gibt es dafür als Staffellauf. Der Hindernislauf ist in der Halle ebenfalls nicht möglich.

Keine Änderungen gibt es bei den Sprungbewerben, denn alle vier Disziplinen von Stabhochsprung über Hochsprung, Weitsprung bis Dreisprung brauchen nicht viel Platz und sind leicht durchzuführen. Anders sieht es bei den Wurfdisziplinen aus, denn da gibt es nur das Kugelstoßen. Speerwerfen, Diskuswerfen und Hammerwerfen sind gestrichen.

Auch beim Mehrkampf gibt es ein kleineres Programm. Die Damen absolvieren einen Fünfkampf statt dem Siebenkampf, die Herren einen Siebenkampf statt dem Zehnkampf unter freiem Himmel. Die Bewerbe für die Geher entfallen genauso wie der Marathonlauf.

Geschichte der Hallen-Europameisterschaft

Viel früher als die Weltmeisterschaften wurden schon in Europa die großen Hallenbewerbe durchgeführt. 1966 gab es in Dortmund die erste derartige Veranstaltung, die aber noch als Europäische Hallenspiele bezeichnet wurde. Ab 1970 gab es die Hallen-Europameisterschaften, die seit dem Jahr 2005 alle zwei Jahre in den ungeraden Jahren stattfindet. Damit kommt man der Weltmeisterschaft in der Halle nicht in die Quere und die Europameisterschaft wird üblicherweise im Anfang März durchgeführt.

Geschichte der Hallen-Weltmeisterschaft

Während die Hallen-EM schon 1966 mit alternativem Namen gestartet worden war, gab es die Premiere als Weltmeisterschaft erst im Jahr 1985, wobei sie noch Indoor World Games lautete. Erst 1987 war die Hallen-Weltmeisterschaft mit diesem Namen geboren und wird seit dem Jahr 2004 an geraden Jahren, also auch im 2-Jahres-Rhythmus ausgetragen. Das macht auch Sinn, weil die Freiluft-WM der Leichtathletik in ungeraden Jahren durchgeführt wird. Damit gibt es nicht zwei Weltmeisterschaften in einem Jahr.

Das Programm ist bei EM und WM gleich, es gibt also die ausgeführten Kürzungen und ein sehr knappes Programm, das an drei bis vier Tagen abgespult wird.

Weitere Informationen zu den Hallenveranstaltungen gibt es auf der Partner-Webseite mit Ergebnislisten und Veranstaltungsorte.

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https://www.wissenswertes.at/leichtathletik-hallen-wm

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