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Tennislexikon

Grundlagen über den Tennissport

Auch für Tennis gilt, was für Fußball oder Golf sowie Schwimmen gilt: es ist eine Weltsportart, also eine Sportart, die in sehr vielen Ländern ausgeübt wird und zwar sowohl auf hobbymäßiger Ebene als auch im Profisektor bei Damen und Herren. Das zeigt die Weltrangliste bei den Damen und Herren, denn aus den unterschiedlichsten Ländern können talentierte Spielerinnen und Spieler erfolgreich agieren.

Wie funktioniert ein Tennisspiel?

Worum geht es beim Tennis eigentlich? Die Grundlage ist ein Tennisplatz, der nach bestimmten Kriterien aufgebaut werden muss. Er beinhaltet die vorgeschriebenen Linien wie etwa die Grundlinie oder die Seitenlinien und hat in der Mitte ein Netz, wodurch das Spielfeld in zwei Hälften geteilt ist. Die Aufgabe besteht darin, mittels Tennisschläger den Ball oder auch Tennisball regelkonform auf die andere Seite zu spielen und zwar möglichst so, dass der Mitspieler oder Gegner keine Möglichkeit hat, diesen zurückzuspielen.

Das ist jedenfalls im Turnier die Aufgabe und das Ziel. Privat kann es auch gewünscht sein, dass man möglichst viele Ballwechsel zusammenbringt und lange den Ball in Bewegung hält, aber im Turnier will man den Ball zu einem Punktgewinn machen. Mit jedem Punkt nähert man sich dem eigentlichen Ziel, nämlich das Spiel zu gewinnen.

Jedes Tennisspiel setzt sich aus Sätzen zusammen, die wieder durch Spiele oder englisch Games zusammengesetzt sind und diese werden durch Punkte untergliedert. Aber mit einem Spiel ist es nicht getan, denn ein Tennisturnier erfordert zumindest fünf Siege, um es gewinnen zu können. Die Kunst im Profitennis besteht daher darin, dass man über das ganze Jahr hindurch sehr gutes Tennisspiel zeigt und möglichst viele Siege erringt. Für jeden Sieg gibt es Punkte für die Weltrangliste und auf Platz eins findet sich logischerweise jene Dame oder jener Herr, die/der die meisten Turniere für sich entscheiden hat können. Denn je weiter man kommt, um so mehr Punkte gibt es pro Turnier, wobei die Turniere ihrerseits auch strukturiert sind. Die Grand Slam Turniere bringen die meisten Punkte, Einsteigerturniere wie die Futures oder Challengers die geringste Punktzahl für einen Turniersieg.

Tennis-Entwicklung: Powertennis beendete Serve-And-Volley

Man konnte beim Fußballsport die Entwicklung zu viel schnellerem Spiel feststellen, aber der Tennissport ist noch ungleich schneller geworden und hat sich sehr dynamisch entwickelt. Selbst bei einem Spiel von Jugendlichen kann man diese Veränderungen beobachten und im Profizirkus sind diese Änderungen noch deutlicher zu erkennen.

Das Argument schlechthin ist die Spieltaktik selbst. Noch in den 1980er-Jahren und teilweise bis in die 1990er-Jahren hatten die Herren Edberg, Becker, Sampras und Ivanisevic mit Aufschlag-Volley eine offensive Spielweise wählen können, die es ihnen ermöglicht hatte, schnell zum Netz nach vorne zu laufen, um Druck auf den Gegenspieler auszuüben. Selbst bei den Damen hatte eine Martina Navratilova diese Möglichkeiten. Ein Stefan Edberg schlug stark aber mit Schnitt auf und trieb so seinen Gegenspieler aus dem Feld und wenn dieser den Ball doch zurückspielen konnte, hatte Edberg am Netz alle Möglichkeiten.

Nun ist das aber nicht mehr so, weil die Spieler viel fitter sind, sie sind schneller und können auch aus extremer Lage noch einen Passierschlag anbringen, also den Gegenspieler am Netz ausspielen. Statt nun am Netz eine starke offensive Rolle zu spielen, ist man in die Defensive geraten, weil sowohl bei Damen als auch bei Herren fast alle von der Grundlinie aus agieren. Selbst starke Aufschläger wie Roger Federer bleiben lieber an der Grundlinie und spielen Winner direkt in die andere Ecke, statt sich zum Netz aufzumachen.

Dazu kommt, dass sich die Rahmenbedingungen verändert haben. In Wimbledon war man mit dem Aufschlag so stark unterwegs, dass es kaum gute und interessante Ballwechsel gab. Aufschlagschwächere Spieler hatten keine Chance - wie etwa Thomas Muster selbst zu seiner besten Zeit. Mittlerweile hat man die Bälle langsamer gemacht und dass ein Rafael Nadal mehrfach in Wimbledon gewinnen konnte, ist Ausdruck der Veränderung. Selbst auf Rasen wird nur noch teilweise Serve-And-Volley gespielt, früher war das das Pflichtprogramm und ein Grundlinienspieler hatte keine Chance, das Turnier für sich zu entscheiden.

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TennisArtikel-Thema:
Tennislexikon
letztes Datum:
10. 06. 2020

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