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Formel 1 Rennstrecke

Vorgaben und Aufbau für die Formel 1 Rennen

Zwar gilt in der Formel 1, dass die stärksten Autos auf allen Rennstrecken auch die besten sind, aber das Kräfteverhältnis kann sich von Rennstrecke zu Rennstrecke stark verändern. Die Rennstrecke ist dabei der Kurs, auf dem gefahren wird und ist in der Formel 1 ein Rundstreckenkurs, der je nach Streckenlänge mehr oder weniger oft befahren wird, bevor das Ziel erreicht werden kann.

Rennstrecke in der Formel 1

Bei den Rennstrecken in der Formel 1 gibt es wie bei allen anderen Motorsportarten auch langsamere und schnellere Kurse und man unterscheidet auch zwischen Stadtkursen und Rennstrecken abseits der Metropolen. Der berühmteste Kurs ist zweifelsohne jener von Monte Carlo, von dem beispielsweise der mehrfache brasilianische Weltmeister Nelson Piquet meinte "ich habe ständig das Gefühl, dass ein Bein schon außerhalb des Autos ist - so eng ist es hier". Dennoch wird auch hier mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit gefahren, um siegreich sein zu können.

In der Regel gibt es drei oder vielleicht sogar vier verschiedene Rennteams, die bei normalem Rennverlauf ein Formel 1-Rennen gewinnen könnten. Die Rennstrecke ist ein wesentliches Kriterium, welches Team dafür in Frage kommt. Manche Autos sind besonders gut, wenn es lange Hochgeschwindigkeitspassagen gibt wie in Montreal oder in Monza, andere sind bei schnellen Kurven durch die Aerodynamik im Vorteil. Die Vorteile gleichen sich aber bei langsamen Strecken wieder aus.

Die Vorgaben für eine Rennstrecke bestehen aus den Elementen und dem Fluss der Strecke, also langsamen Streckenteilen und schnellen Passagen, wobei es bei den Stadtkursen nicht so viele Möglichkeiten gibt, bei den schnellen Strecken hat man mehr Varianten. Es kann aber auch einen Mix geben wie in China mit einer sehr langen Start-Ziel-Geraden, die die starken Autos bevorzugen und einen eher langsamen In-Field, in dem eine Kurve der nächsten folgt.

Ein wesentliches Kriterium ist die Sicherheit. Auslaufzonen und Reifenstapel bieten die Möglichkeit, bei einem Ausritt den Wagen doch noch abzubremsen, Kerbs zwingen dazu, eine saubere Linie in der Kurve zu wählen, vor allem bei höheren Kerbs und die Geschwindigkeit in der Box wurde reduziert, um Unfälle zu vermeiden.

Was die Strecke auf jeden Fall braucht: eine Boxengasse mit den Boxen der Teams in Kombination mit der Start-Ziel-Geraden sowie eine interessante Strecke, die Abwechslung bietet, Überholen ermöglicht und nicht zu lang ist. Lange Runden wie früher beim deutschen Nürburgring sind nicht mehr gefragt, damals war eine Schleife weit über 10 Kilometer lang. Kürzere Strecken heißt, dass die Fans die Autos öfter sehen können.

Stopp-And-Go Rennstrecke

Ein Sonderfall bei den Rennstrecken der Formel 1 ist die Strecke von Montreal. Man spricht bei einer solchen Rennstrecke von einer Stopp-And-Go-Strecke, weil lange Geraden durch Schikanen und sogar durch eine Haarnadelkurve abgelöst werden. Zuerst fährt man weit über 300 km/h schnell und bremst binnen kürzester Strecke fast bis zum Stillstand herunter, um dann wieder voll Gas geben zu können.

Taktik und Rennstrecke

Die Rennstrecke entscheidet nicht nur darüber, welche Autos besonders gut liegen und erfolgreich sein können, sie entscheidet auch über die Renntaktik. Eine Strecke, bei der das Überholen schwierig bis unmöglich ist, verlangt nach einer anderen Taktik beim Reifenwechsel und bei der Wahl der Reifen und ihrer Reihenfolge als eine Strecke, auf der man jederzeit den Konkurrenten überholen könnte.

Besonders beliebt sind Rennstrecken auch, die nicht nachgebaut sind und viel Mut erfordern. Hier wird gerne der Österreich-Ring in Zeltweg genannt, weil er durch seine Hügel und Kurven danach besonders abwechslungsreich ist. Aktuell ist die Strecke von Belgien in Spa-Francorchamps eine Favoritenstrecke für viele Fahrer in der Formel 1, die mit ihren schnellen Kurven eine Herausforderung darstellt.

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Das Herzstück jeder Rennstrecke im Motorsport ist die Start-Ziel-Gerade mit den Tribünen für die Besucherinnen und Besucher. Nur selten ist diese Gerade eine sehr kurze, meist bietet sie viel Platz zum Überholen. Diese Gerade ist auch der Ort der seitlich angelegten Boxengasse und damit jeder einzelnen Box der teilnehmenden Teams.

Die Strecke selbst ist eine Mischung aus geraden Stücken und den Kurven. Die Kurven sind dabei das Kriterium, denn es gibt die langsame Kurve und als Gegenteil die Hochgeschwindigkeitskurve, wobei beide Kurven optimal befahren werden sollten. Zusätzlich gibt es mit der Schikane eine weitere Herausforderung.

Allen Streckenteilen gleich sind die Voraussetzungen für die Sicherheit. Zur Orientierung können die Kerbs helfen, die die Strecke seitlich abgrenzen. Darüber hinaus gibt es mit dem bekannten Reifenstapel eine Vorkehrung zur Minderung der Unfallfolgen. Die Auslaufzone ist schließlich Platz, um Geschwindigkeit abbauen zu können, wenn man die Strecke verlässt.

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Formel 1 RennstreckeArtikel-Thema:
Formel 1 Rennstrecke
letztes Datum:
09. 09. 2020

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