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Biathlon und Windfahne

Wichtige Information für die Biathleten

Es ist nur ein kleines Detail, das sich auf dem Schießplatz im Biathlonsport befindet, aber eines, das über Sieg und Niederlage entscheiden kann - die Windfahne. Die Windfahne gibt es pro Schießbahn zweimal und zwar einmal fünf Meter vom Schützen entfernt und einmal 20 Meter vor den Zielscheiben.

Wichtige Anzeige für die Windverhältnisse

Wer sich die Weltcuprennen im Biathlon schon einmal näher angeschaut hat, wird beobachtet haben, dass die Athletinnen und Athleten beim Hereinlaufen in die Schießanlage sehr genau kontrollieren, was die Windfahnen machen. Denn diese informieren darüber, ob sich der Wind verändert hat oder nicht.

Im optimalen Fall hängen die Windfahnen herunter, was bedeutet, dass es windstill oder nahezu windstill ist. Dann sprechen die Sportlerinnen und Sportler von Laborbedingungen, weil der Wind gar nicht stören kann. Es kann aber auch sein, dass die Windfahnen fast waagrecht in eine Richtung weisen und dann ist starker Wind gegeben, der dann besonders unangenehm wird, wenn er böig agiert und vielleicht auch sehr schnell dreht.

Die Information ist auch insofern wichtig, weil es vor den Wettkämpfen ein Einschießen gibt. Die Athletinnen und Athleten proben den Ernstfall und setzen sich mit den Gegebenheiten auseinander - gibt es Wind? gibt es keinen Wind? wechselt die Windrichtung? Das Gewehr wird entsprechend vorbereitet und mit diesen Einstellungen beginnen sie den Biathlon-Wettkampf.

Windfahne zeigt die Veränderungen

Wenn sich nun zeigt, dass der Wind gedreht hat, stärker oder schwächer wurde, kann man am Gewehr die Einstellung verändern, indem man an der Visiereinrichtung - dem Diopter - dreht und so auf den Wind reagiert. Häufig stellt es sich als Fehler heraus, nicht auf die Windfahnen zu achten, nicht zu drehen und dann verschießt man im Extremfall gar fünfmal und das Rennen ist fast schon vorbei.

Die Sache mit der Einstellung kann aber auch nach hinten losgehen, wenn man in der Hitze des Gefechts in die falsche Richtung dreht und das Gewehr mehr verstellt als korrigiert. Dann kann es auch passieren, dass man gar nichts trifft und das Rennen ist nach einer Schießübung bereits wieder vorbei, weil man keine Chance mehr hat.

Die Windfahne zeigt die aktuellen Verhältnisse und man erkennt auch, ob der Wind gleichmäßig bläst. Er kann etwa auf Höhe der Schützen weniger stark sein als 20 Meter entfernt und so kann man sich darauf einstellen, mit welchen Verhältnissen man es zu tun hat. Auch die Entscheidung, ob man sehr schnell oder eher vorsichtig schießt, hängt mit den Informationen zusammen, die die Windfahnen anbieten.

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Biathlon WindfahneArtikel-Thema:
Biathlon und Windfahne
letztes Datum:
28. 02. 2019