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Biathlon: Voraussetzungen für das Wetter

Windchill-Faktor und tiefe Temperaturen

Für alle Wintersportarten gilt, dass es ab einer bestimmten Temperatur nicht mehr zumutbar ist, ein Rennen auszutragen. Damit sind nicht plus 15 Grad Celsius gemeint, obwohl der Schnee dann auch nicht mehr zumutbar sein kann, sondern sehr kalte Temperaturen. Im Biathlonsport ist dies durch eine Untergrenze geregelt, ab der der zuständige Arzt als medizinischer Delegierter entscheiden muss, ob ein Rennen zulässig ist.

Biathlon und Wetter (I): minus 15 Grad

Die Untergrenze sind minus 15 Grad Celsius, ab der der medizinische Delegierte befragt werden muss, ob eine Gesundheitsgefährdung gegeben sein könnte. Immerhin rasen die Damen und Herren in ihren Rennen auch bei den Abfahrten mit 60 oder mehr km/h hinab und dann fühlen sich diese kalten Temperaturen noch kälter an. Leichte Erfrierungen können die Folge sein und das sollte man als Organisationskomitee und natürlich auch als Sportverband tunlichst vermeiden.

Biathlon und Wetter (II): Windchill-Faktor

Als zusätzliche Überlegung kommt der Wind dazu. Im Wetterbericht wird manchmal der Windchill-Faktor genannt und es handelt sich dabei um ein anderes Temperaturgefühl aufgrund des Windes. Wenn es 0 Grad hat und es bläst ein eiskalter Wind mit 30 km/h, dann fühlt sich die Temperatur viel kälter an, als es eigentlich ist. Das kennt man beim Einkaufen in der Stadt und wirkt sich natürlich auch auf der Rennstrecke aus.

Der medizinische Delegierte hat also die Temperatur und den Windchill-Faktor in seinen Überlegungen zu berücksichtigen, ehe er sich festlegen kann. Bei sehr kalten Temperaturen kann es passieren, dass das Rennen abgesagt wird, vor allem dann, wenn es auch noch windig ist.

Biathlon und Wetter (III): Nebel

Eine ganz andere Herausforderung ist gegeben, wenn dichter Nebel einfällt. Das ist auf der Loipe ein Problem, weil man auf der Abfahrt vorsichtig sein muss, aber am Schießplatz ist es unmöglich, den Bewerb seriös und fair durchzuführen, wenn die Scheiben nicht einmal gesehen werden können.

Wetterbedingungen in der Praxis
Selten werden große Veranstaltungen wie Weltcup und dergleichen abgesagt, weil das Wetter nicht passt. Aber es kommt schon vor, um die Fairness sicher zu stellen oder auch, um die Damen und Herren zu schützen. Kälte und noch dazu eiskalter Wind sind auf der Seite des Schutzes anzuführen, Nebel auf Seiten der Fairness.

Gerade beim Nebel gab es schon fast witzige Begebenheiten. Selbst bei einer Weltmeisterschaft ist es vorgekommen, dass mitten im Bewerb starker Nebel den Schießstand erreicht hat. Mancher hat verzweifelt versucht, seine Schüsse anzubringen und den Arm gehoben, um seine Probleme zu bekunden und zu protestieren, andere haben sich auf die Matte gelegt, ihre fünf Schuss irgendwohin abgegeben, fünf Fehler zur Kenntnis genommen und sind die Strafrunden gelaufen. Als Zuschauer war das durchaus sehr witzig, wie die Athleten reagieren, aber letztlich musste das Rennen abgesagt werden. Es war schlichtweg unfair.

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Biathlon Wetterbedingungen für das RennenArtikel-Thema:
Biathlon: Voraussetzungen für das Wetter
letztes Datum:
07. 05. 2019

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